Exotische Sprachen

In einer immer polyglotteren Gesellschaft, fragt man sich zu Recht ob man in zehn bis zwanzig Jahren überhaupt noch Übersetzer braucht. Fast jeder junge Mensch zwischen zwanzig und dreißig kann inzwischen leidlich englisch und meist noch eine zweite Fremdsprache und wer es für den Beruf benötigt bildet sich fort. Ein junger ambitionierter Politiker ohne englische Sprachkenntnisse erscheint mehr und mehr undenkbar. Als Übersetzer sucht man sich sein Heil bei den Exoten.

Bantu Sprachen und Amazonas Dialekte

In den Medien wird immer wieder betont, dass die Entwicklungsländer für die globale Wirtschaft und Politik an Bedeutung gewinnen werden. Auch politisch werden sie daher immer mehr mitzureden haben. Und dann werden nicht nur die Politiker n Deutschland Bedarf an Übersetzern für exotische Sprachen haben, sondern auch Größen aus der Wirtschaft oder auch den Medien. Warum also nicht umsatteln und statt Französisch und Englisch demnächst mal Swaheli oder Luo pauken?

Vorkenntnisse und Verbindungen nützlich

Wer gar nichts mit dem Land zu tun hat, in dem eine solche Sprache gesprochen wird, kann sich ein wenig schwer tun die völlig anderen Sprachsysteme zu verstehen und sich die richtige Aussprache anzueignen. Empfehlenswert ist in jedem Falle ein längerer Aufenthalt in dieser Region, da man sonst später wohl arge Probleme haben wird sich wirklich reibungslos mit einem Muttersprachler zu verständigen. Der würde dann wahrscheinlich schnell zu seinem bisschen Englisch oder sonst einer Hauptsprache wechseln und den Übersetzer so schlicht überflüssig machen. Weiterbildung ist hier Trumpf, denn besonders geographische stark eingegrenzte und von Hauptsprachen umgebene Sprachen verändern sich sehr schnell durch den Einfluss von außen. Ohne Verbindung ins Mutterland der Sprache, empfiehlt sich die Aufnahme eines solchen Sprachstudiums nicht.